Dieses Schema nennt sich ICD. Die Abkürzung ICD steht für „International Classification of Diseases and Related Health Problems“ also eine Klassifizierung von Krankheiten und verbundenen gesundheitlichen Problemen“. Die ICD ist die internationale Klassifikation der Krankheiten und Gesundheitsprobleme, welche von der Weltgesundheitsorganisation WHO erstellt wurde.

Die ICD sieht im Gesamten so aus so aus:

F00-F09 Organische, einschließlich symptomatischer psychischer Störungen
F10-F19 Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen
F20-F29 Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen
F30-F39 Affektive Störungen
F40-F48 Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen
F50-F59 Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren
F60-F69 Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
F70-F79 Intelligenzstörung
F80-F89 Entwicklungsstörungen
F90-F98 Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend
F99-F99 Nicht näher bezeichnete psychische Störungen

Miteinander verwandte Themen sind hier zu einem Punkt zusammengefasst. Schauen wir uns einmal die affektiven Störungen (F30-F39) etwas genauer an, dann teilen die sich wie folgt auf:

F30.- Manische Episode
F31.- Bipolare affektive Störung
F32.- Depressive Episode
F33.- Rezidivierende depressive Störung
F34.- Anhaltende affektive Störungen
F38.- Andere affektive Störungen
F39 Nicht näher bezeichnete affektive Störung

Beispiel: Manische Episode

Und wenn wir noch tiefer eintauchen, dann finden wir z.B. unter der „manischen Episode“ die folgenden Einträge, hier etwas verkürzt dargestellt:

F30.- Manische Episode

Info: Alle Untergruppen dieser Kategorie dürfen nur für eine einzelne Episode verwendet werden. Hypomanische oder manische Episoden bei Betroffenen, die früher eine oder mehrere affektive (depressive, hypomanische, manische oder gemischte) Episoden hatten, sind unter bipolarer affektiver Störung (F31.-) zu klassifizieren. Inkl.:

F30.0 Bipolare Störung, einzelne manische Episode

Info: Eine Störung, charakterisiert durch eine anhaltende, leicht gehobene Stimmung, gesteigerten Antrieb und Aktivität und in der Regel auch ein auffallendes Gefühl von Wohlbefinden und körperlicher und seelischer Leistungsfähigkeit. Gesteigerte Geselligkeit, Gesprächigkeit, übermäßige Vertraulichkeit, gesteigerte Libido und vermindertes Schlafbedürfnis sind häufig vorhanden, aber nicht in dem Ausmaß, dass sie zu einem Abbruch der Berufstätigkeit oder zu sozialer Ablehnung führen. Reizbarkeit, Selbstüberschätzung und flegelhaftes Verhalten können an die Stelle der häufigen euphorischen Geselligkeit treten. Die Störungen der Stimmung und des Verhaltens werden nicht von Halluzinationen oder Wahn begleitet.

F30.1 Manie ohne psychotische Symptome

Info: Die Stimmung ist situationsinadäquat gehoben und kann zwischen sorgloser Heiterkeit und fast unkontrollierbarer Erregung schwanken. Die gehobene Stimmung ist mit vermehrtem Antrieb verbunden, dies führt zu Überaktivität, Rededrang und vermindertem Schlafbedürfnis. Die Aufmerksamkeit kann nicht mehr aufrechterhalten werden, es kommt oft zu starker Ablenkbarkeit. Die Selbsteinschätzung ist mit Größenideen oder übertriebenem Optimismus häufig weit überhöht. Der Verlust normaler sozialer Hemmungen kann zu einem leichtsinnigen, rücksichtslosen oder in Bezug auf die Umstände unpassenden und persönlichkeitsfremden Verhalten führen.

F30.2 Manie mit psychotischen Symptomen

Info: Zusätzlich zu dem unter F30.1 beschriebenen klinischen Bild treten Wahn (zumeist Größenwahn) oder Halluzinationen (zumeist Stimmen, die unmittelbar zum Betroffenen sprechen) auf. Die Erregung, die ausgeprägte körperliche Aktivität und die Ideenflucht können so extrem sein, dass der Betroffene für eine normale Kommunikation unzugänglich wird.

Wie Sie sehen, gibt es über diese Art Erkrankung doch einiges zu wissen und natürlich gestalten sich die anderen Gruppen ähnlich. Wenn Sie selbst einmal schauen wollen, dann empfehle ich ihnen die folgende Seite. Für die psychischen Störungen gelten die Nummernkreise, die mit einem „F“ beginnen, wobei auch manche körperliche Erkrankung psychische Störungen hervorrufen kann, die wir dann natürlich nicht behandeln dürfen.

http://www.icd-code.de/icd/code/ICD-10-GM.html

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