10. Esstörungen

Im Wesentlichen gibt es drei Essstörungen: Die Magersucht (Anorexia Nervosa), die Ess-Brech-Sucht (Bulimie) und die Fettsucht (Adipositas).

Vor allem die Magersucht findet Ihren Anfang meist im Kindes- und Jugendalter und hier meisten bei Mädchen und jungen Frauen.  Wie der Name vermuten lässt, ernähren sich die Betroffenen kaum und rutschen so auf ein gefährliches Untergewicht.

Die Ess-Brech-Sucht ist gekennzeichnet durch teil übermäßiges Essen und anschließendes Erbrechen, zum Teil aus Angst vor zu hohem Gewicht.

Die Fettsucht wiederum ist gekennzeichnet von zu vielem Essen. Sie führt entsprechend zu extremem Übergewicht, das nach gängiger Meinung auch körperlich gefährlich ist.

Wir schauen uns exemplarisch die Magersucht an:

Beispiel: Anorexia Nervosa - Magersucht

Unser „Normalgewicht“ errechnet sich u.a. aus dem Body-Mass-Index (BMI) nach der Formel: Körpergewicht/(Körpergröße)2

Liegt der BMI bei oder unter 17, spricht man von Magersucht (Anorexia Nervosa). Bei dieser, den neurotischen Störungen zugeordneten Erkrankung werden kalorienhaltige Speisen vermieden und die Nahrungszufuhr auf ein Minimum reduziert. Dadurch kommt es zu Hypotonie (niedriger Blutdruck), Verlust wichtiger Salze, Ausbleiben der Regel bei Frauen bei sogar erhöhter Leistungsfähigkeit.

Meist handelt es sich um Frauen, die an Magersucht leiden, nicht zuletzt durch den Momentan bestehenden Trend, dass dünn sexy sei. Jedoch gab es Magersucht auch vor dieser Zeit, so dass dies sicherlich nicht die einzige Ursache darstellt.

Psychodynamisch geht man von der Ablehnung der Rolle als Frau (hier speziell: der Mutter) aus oder auch einer Angst vor den Veränderungen, die sich mit der Pubertät einstellen. Therapeutisch muss zunächst wieder ein Normalgewicht hergestellt werden, hier ist unter Umständen auch die Einweisung in eine Klinik angezeigt. Psychotherapeutisch sollte auch eine Familientherapie angestrebt werden, da Magersucht eben auch im Kontext der Familie stattfindet. Immerhin besteht bei dieser Krankheit eine Streberate von 12%.

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