46. Lektion – Kinder und Jugendliche: ADHS und Ticstörungen

ADHS ist für alle Beteiligten Menschen belastend. Immer noch meinen einige Menschen, das ADHS die Konsequenz aus einer falschen Erziehung ist. Damit setzt man nicht nur das Kind, sondern auch die Eltern unter Druck und verschärft die Situation allenfalls. Ebenso über die Therapie, vor allem die medikamentöse, ist man sich uneins.

  • Das ADHS-Syndrom entsteht im Kindesalter und betrifft mehr Jungen als Mädchen. Jungen sind eher hyperaktiv, Mädchen eher unkonzentriert. Die Symptompalette ist sehr breit und reicht von „Zappelphillip“ bis „zerstreuter Professor“. Zur Erkennung wird u.a. die Connors-Skala verwendet. Therapeutisch kommt die Beratung sowohl des Kindes als auch der Eltern in Frage, Ebenso eine Verhaltenstherapie des Kindes oder auch eine medikamentöse Therapie.
  • Aus ADHS, aber auch aus Entwicklungsstörungen kann sich u.a. eine Störung des Sozialverhaltens ergeben (bei den Entwicklingsstörungen, weil das Kind z.B. von seinen Mitschülern nicht ernst genommen wird). Oft tritt es auch mit schwierigen sozialen Umständen auf und beinhaltet aggressives Verhalten, Stehlen, Zündeln, Lügen, etc.
  • Bei Ticstörungen kommt es zu unwillkürlicher Äußerung von Lauten oder auch Bewegungen. Das kann bei leichteren Störungen dieser Art nervöse Ursachen haben, schwerere Störungen müssen behandelt werden (auch wenn der Erfolg nicht sehr groß ist). Dazu gehört das Gilles-de-la-Tourette-Syndrom.
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