50. Lektion – Störungen durch Drogen

nach der ICD-10 werden keine „weichen“ von „harten“ Drogen unterschieden. Unter den Begriff Drogen fallen:

  • Opioide
  • Cannabinoide
  • Kokain
  • Andere Stimulantien
  • Halluzinogene
  • Phencyclidin

Weltweit am häufigsten wird Cannabis konsumiert. Heroin hingegen verliert an Bedeutung, während Cannabis, Kokain und Amphetamine, besonders Ecstasy in den letzten Jahren anstiegen.

Durch Drogen ausgelöste Störungen lassen sich nur schwer von organischen Störungen, Schizophrenien oder Manien unterscheiden.

Zur Differentialdiagnose können Anamnese und Fremdanamnese, Drogenscreening und Haarfollikelanalyse herangezogen werden.

 

Häufig treten die folgenden Komorbiditäten auf:

  • Affektive- und Angststörungen
  • Schizophrenien und andere psychotische Störungen
  • Verhaltensstörungen mit Beginn in der Kindheit oder Jugend
  • Persönlichkeitsstörungen

 

Folgende Störungen werden klassifiziert:

  • Störungen durch Opioide (bspw. Heroin, Morphium, Codein)
    Eher sedierend, in einen Rauch versetzend
  • Störungen durch Cannabinoide (Haschisch in seinen verschiedenen Formen)
    Eher sedierend, in eine ruhige Stimmung versetzend
  • Störungen durch Kokain und andere Stimulantien (Kokain Amphetamine)
    Eher aufputschend und wachmachend/-haltend
  • Störungen durch Halluzinogene (LSD, Pilze)
    Halluzinogene Wirkung
  • Störungen durch flüchtige Lösungsmittel (Klebstoff, etc.)
    Benebelnde Wirkung
  • Medikamenten-Missbrauch und –abhängigkeit (z.B. Benzodiazepine, Schlaf- und Beruhigungsmittel)
    Angstlösende und eher sedierende Wirkung
  • Störungen durch Tabak (Zigaretten)

Schaue Dir bitte alle Störungen noch einmal an, vor allem nach den folgenden Gesichtspunkten:

  • Art der Abhängigkeit (körperlich/psychisch, wobei diese nicht mehr unterschieden werden)
  • Stärke der Abhängigkeit (hier ergibt sich die schwere des Entzugs und auch die Rückfallquote)
  • Anzeichen für einen Konsum (Wirkung der Droge, bspw. Pupillengröße, sedierend/aufputschend, etc.)
  • Entzugsmöglichkeiten (abrupt/fraktioniert, stationär/ambulant, Dauer des Entzugs, etc.)
  • Entzugserscheinungen (leicht/schwer, körperlich/psychisch, Delir, etc.)
Nenne die sechs Anzeichne für eine bestehende Abhängigkeit

Ein Abhängigkeitssyndrom ist durch

    • starkes Verlangen,
    • Kontrollverlust und
    • körperliche Entzugssymptome,
    • Toleranzentwicklung,
    • Einengung auf den Substanzgebrauch und
    • Fortsetzung des Konsums trotz körperlicher oder psychischer Schäden

gekennzeichnet.

 

Welche Substanzen zählt man zu den abhängig machenden
  • Alkohol
  • Opioide
  • Cannabinoide
  • Kokain
  • Andere Stimulantien
  • Halluzinogene
Wie verläuft prinzipiell eine Therapie bei stofflichen Abhängigkeiten?
  • Zunächst muss ein Kontakt von beiden Seiten gewünscht und hergestellt werden.
  • Danach kommt es zur Entgiftung des Körpers und zur Entwöhnung.
  • Schließlich folgt die Nachsorgephase zur Stabilisierung.
Welche Trinkertypen werden nach Jellinek unterschieden?

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