6. Psychotische Störungen

Zu den psychotischen Störungen gehören vor allem die Schizophrenie, aber auch der Wahn in verschiedenen Vorkommen und die vorübergehende akute psychotische Störung. Diese wird vor allem dann angewandt, wenn psychotische Symptome vorliegen, allerdings kürzer als 4 Wochen. So lange müssen sie nämlich vorliegen, um beispielsweise eine Schizophrenie diagnostizieren zu können. Schauen wir uns den Wahn einmal genauer an:

Beispiel: Wahnerkrankung

Wahnkranke Menschen glauben Dinge, die sie dann auch im Außen bestätigt sehen. So kann es sein, dass ein Mensch glaubt, verfolgt zu werden. Er sieht dann in jedem Menschen jemand, der ihn verfolgen will. Genauso kann der Glaube bestehen, Napoleon zu sein, Wetter machen zu können, die größte zu sein (Größenwahn, die Gewissheit, dass man alles schaffen kann) oder der Kleinste (Kleinheitswahn, die Gewissheit, nichts Wert zu sein).

Anders als im Falle der Schizophrenie haben rein an Wahn Erkrankte eher nicht-bizarre Wahnthemen, keine Halluzinationen, weniger Störungen der Stimmungsbildung und kein Abflachen des Affekts

Ein Wahn ist sehr schwer zu widerlegen, der Wahnkranke ist mit Argumente oder Beweisen nicht zu überzeugen. Vielmehr kann er intelligent, eben in seinem Wahnsystem, kontern.

Eine Therapie ist recht schwierig, denn der Wahnkranke fühlt sich ja nicht krank, sondern eben tatsächlich bedroht oder unfehlbar. Eine Psychotherapie ist aus erwähnten Gründen schwierig, Medikamentös werden in aller Regel Neuroleptika verabreicht, die die Wahnsymptome recht gut unterdrücken können.

Das Risiko, an einem Wahn zu erkranken, liegt bei 0,5 – 1%, ca. 50% der Wahnerkrankungen gehen bei entsprechender Therapie wieder zurück.

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