9. Schlafstörungen

Schlafstörungen werden in organische und nichtorganische Schlafstörungen aufgeteilt

Sie können demnach bei körperlichen Erkrankungen Begleitsymptom sein, aber auch, z.B. stressbedingt auftreten. Schlaf kann zuviel oder zuwenig sein, man spricht dann von Hyper- oder Hyposomnie.

Weiterhin zählen auch der Albtraum, das Schlafwandeln und das plötzlicher Erwachen mit einem Schrei zu den Schlafstörungen, die vor allem auch besonders  im Kindesalter auftreten. Im Folgenden schauen wir uns einmal die drei letztgenannten an, die man auch Parasomnien nennt:

Beispiel: Parasomnien

Alpträume: Sie treten vorzugsweise im REM-Schlaf oder in frühen Morgenstunden auf. In ihnen werden lebensbedrohliche Situationen erlebt, die mit Angst oder Beschämen empfunden werden. Häufig kommen Sie in belastenden Situationen oder nach Absetzen von REM-Schlaf unterdrückenden Substanzen wie Alkohol oder bestimmten Antidepressiva vor. Bei Alpträumen ist der Erwachende sehr schnell orientiert. Bei gehäuftem Auftreten ist eine psychotherapeutische Intervention anzuraten, unter Umständen ist die Gabe von REM-Schlaf unterdrückenden Pharmaka (bestimmte Antidepressiva) angezeigt.

Pavor Nocturnus: Im Gegensatz zu Alpträumen tritt er in der ersten Nachthälfte auf. Meist beginnt er mit einem lauten Schrei und einer hohen Erregung. Betroffene – meist Kinder oder Jugendliche – setzen sich im Bett auf oder springen heraus. Eine Beruhigung ist meist nicht möglich. Häufig tritt er mit Schlafwandeln auf. Am nächsten Morgen besteht typischerweise eine Amnesie. Hintergrund sind Belastungssituationen. Diagnostisch müssen Alpträume oder schlafbezogene, epileptische Anfälle ausgeschlossen werden. Therapeutisch genügt häufig die Aufklärung über die Harmlosigkeit.

Somnambulismus: Das Schlafwandeln tritt meist in der ersten Nachthälfte auf. Dabei sitzt der Betroffene mit offenen Augen am Bett, gestikuliert, spricht oder läuft herum. Auf Ansprache reagiert er schwer und ist auch schlecht weckbar. Nach dem Erwachen sind zunächst Desorientiertheit und eine Amnesie zu beobachten.

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