Schau Dir die Übersicht aller Lektionen zu diesem Thema an

Diese Lektionen erwarten Dich in den nächsten Wochen:

01. Lektion – Systematik der Krankheitsbilder der Psychiatrie – triadisches System (die heutige Lektion)
02. Lektion – Systematik der Krankheitsbilder der Psychiatrie – Die ICD-10
03. Lektion – Das psychotherapeutische Erstgespräch
04. Lektion – Übersicht über die Elementarfunktionen
05. Lektion – Denkstörungen und Wahrnehmungsstörungen
06. Lektion – Bewusstsein und Orientierung
07. Lektion – Affekte und Antrieb
08. Lektion – Gedächtnis und Intelligenz
09. Lektion – Testverfahren
10. Lektion – syndromale Diagnostik

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Die ICD 10

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Das derzeit gültige System, nach dem psychische Erkrankungen eingeteilt werden ist die ICD-10. Sie wurde von der Weltgesundheitsorganisation ausgegeben und hat den Blick nach den Ursachen von psychischen Störungen ersetzt durch die objektive Beschreibung selbiger. Sie hat für jedes Krankheitsbild eine äußere Beschreibung, die mit Nummern gekennzeichnet ist und bei der Diagnosestellung verwendet werden kann.

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Anamnese – Aufnahme des Status Quo

“Die Diagnose fängt beim Hereinkommen des Klienten an”

Du kannst am Gang, an der Gestik und der Mimik, der Sprache und der Stimme schon viel erfahren und notieren, bestenfalls in eine “Patientenakte”, so dass Du auch später nichts vergisst, bzw. Erfolge sehen kannst. Wichtig für die Zusammenarbeit ist das, was man “Compliance” nennt, also “Einverständnis” und „Kooperation“, nämlich des Klienten oder der Klientin mit Dir und Deinen Vorgehensweisen. Wenn diese nicht gegeben ist, wird Eure Zusammenarbeit nicht sonderlich fruchtbar sein. So gibt es einige Schwierigkeiten, die auftreten können, wie z.B.:

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Hier siehst Du einen Übersicht über die Elementarfunktionen:

Denken
Die „Datenverarbeitung“ im Kopf. Das Zusammenfügen von Informationen.

Wahrnehmung
Äußere oder auch innere Reize, die wir mit unseren Sinnen aufnehmen.

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Denken

Das Denken ist die „Datenverarbeitung“ im Kopf und bewirkt das Zusammenfügen von Informationen.

Es gibt zweierlei Denkstörungen:

    • Formale Denkstörungen beeinflussen die Art und Weise, WIE wir denken.
      Unser Denkablauf kann hier gehemmt, enthemmt oder zerstückelt (zerfahren) sein. Formale Denkstörungen kommen bei Depressionen (Verlangsamung, Hemmung), der Manie (gesteigert, Ideenflucht) oder auch bei psychotischen Erkrankungen (vor allem Denkzerfahrenheit) vor.
    • Inhaltliche Denkstörungen beziehen sich auf das, WAS wir denken.
      Am häufigsten sind Fehlinterpretationen, wie sie beim Wahn (psychotisch, keine Krankheitseinsicht) oder Zwang (neurotisch, mit Krankheitseinsicht) vorkommen.

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Bewusstsein bezeichnet die Fähigkeit, aufgenommene Reize, inklusive uns selbst, bewusst wahrzunehmen.

Unsere Bewusstseinskapazität kann durch Schlaf oder schlafähnliche Zustände (bis hin zum Koma) quantitativ vermindert sein.

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Affekt beschreibt unser gefühlsmäßiges Befinden.
Eine Störung der Gefühle bewirkt, dass wir zu wenig oder zu viel fühlen, also niedergeschlagen oder gereizt sind.
Auch können Gefühle außer Kontrolle geraten, nicht mehr zugeordnet werden oder gleichzeitig auftreten (Lachen und Weinen) und somit nicht mehr eindeutig sein.
Affektstörungen können demnach bei einer Vielzahl von Erkrankungen auftreten und sind kein eindeutiges zeichen für eine bestimmte Diagnose!

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Unser Gedächtnis speichert Erfahrungen und macht Sie uns später per Erinnerung wieder zugänglich Bei einer Gedächtnisstörung fehlt entweder die Fähigkeit, Erfahrungen zu speichern (Merkfähigkeit) oder sie zu erinnern. Bei einer Demenz kommt es zu massiven Gedächtnisstörungen.

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Als Letztes weißt Du auch, dass es Testverfahren gibt, die es erleichtern sollen, eine Störung zu diagnostizieren.

Das kann sicher sinnvoll sein, muss es aber natürlich nicht.

Einer der bekannten Tests ist der Intelligenztest, den es in verschiedenen Ausführungen gibt.

 

Andere Tests befassen sich mit bestimmten Störungsgruppen (z.B. Angst), andere sind gruppenübergreifend und befassen sich mit bestimmten Merkmalen der Persönlichkeit.

Wenn Du “psschologische Tests” oder ähnliches in eine Suchmaschine eingibst, wirst Du auf einige Selbsttests stoßen.

Für die Praxis gibt es Verlage, die validierte, also ihrerseits auf Aussagekraft getestete Tests anbieten. Allerdings darf nicht jeder diese Tests bestellen, manche sind nur psychologischen Psychotherapeuten vorenthalten. Damit will man Missbrauch oder falschen Gebrauch vorbeugen.

Hier findest Du einen Anbieter von Tests und kannst sehen, was es alles gibt. Zur Testzentrale (Es gibt noch viele andere, dieser ist willkürlich ausgewählt)

Man beschreibt den Zustand (das Syndrom) nach den Elementarfunktionen (Bewusstsein, Stimmung, Wahrnehmung, Antrieb) und benennt sie nach dem hervorstechenden Symptom:

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