Bereinigen Sie Ihr Leben

Lassen Sie mich noch einmal kurz zur letzten Lektion zurückkommen. Sie haben vielleicht die WAHR-Übung gemacht. Sie erinnern sich? Es ging darum, Ihr Ziel aufzuschreiben und eben auch die Hindernisse, die auf dem Weg dorthin auftauchen könnten, zu thematisieren.

Schauen Sie noch einmal genau hin, oder nehmen Sie sich die Übung noch einmal zur Brust. Thematisieren Sie Ihre Hindernisse zu den Zielen, die Sie haben. Etwas nämlich kann noch passieren, wenn wir uns über mögliche Hindernisse auf dem Weg zum Erfolg Gedanken machen. Sie merken unter Umständen, dass die Hindernisse den Wunsch nach dem Ziel überwiegen und können dazu führen, den Wunsch aufzugeben. Nicht aus Enttäuschung, sondern aus der gewonnenen Einsicht, dass Sie nicht bereit sind, dass zu geben, was das Ziel erfordert

Und wie schaut es denn mit den Zielen aus, die Sie schon gar nicht mehr thematisieren, weil Sie zwar in Ihren Tagträumereien immer wieder vorkommen, aber es darüber hinaus nicht schaffen?

Zurück zu meiner Frage nach der Anzahl Leben, die wir so haben: Wenn wir einmal genau überlegen, dann leben wir mehr oder weniger häufig mindestens zwei parallele Leben: Ein gelebtes und ein ungelebtes. In diesem ungelebten Leben sind wir berühmt, haben (noch) tollere Partner, (noch) mehr Geld und überhaupt (noch) mehr von allem. Wenns mal nicht so gut läuft, dann tagträumen wir es eben und sehen uns auf großen Bühnen, in teuren Autos oder gar in ganz bescheidenen Verhältnissen oder wo auch immer – nur eben nicht da, wo wir sind.

Es wird Zeit, wenigstens einige dieser Träume aufzugeben, zumal dann, wenn wir zum Schluss kommen, dass Sie sich auch bei viel Engagement nicht mehr bewahrheiten werden.

Nehmen Sie sich also einmal all Ihre Träumereien vor und machen Sie daraus ein WAHR. Wie sieht der Wunsch aus, wie wirkt er sich aus und – Achtung! – wo liegen die Hindernisse und wie wollen Sie auf diese Hindernisse reagieren?

Seien Sie realistisch mit den Hindernissen. Es geht meistens nicht darum, ob diese Hindernisse überwindbar sind, sondern darum Ob SIE sie überwinden wollen, ob IHNEN der Preis angemessen scheint.

Ich weiß, es fällt schwer und unter Umständen werden Sie über die Erkenntnis auch traurig sein. Sie ersparen sich aber eine Menge Energie, die Sie ab jetzt für die Projekte nutzen könnten, die Ihnen wirklich realistisch erscheinen.

Trauer ist die Erkenntnis, dass sich die Welt verändert hat (oder nie so war, wie ich dachte). Also betrauere ich diesen Verlust und bleibe mir selbst aber erhalten. Nicht anzuerkennen, dass sich die Welt verändert hat aber führt zur Depression und macht unlebendig.

Haben Sie also keine Angst vor der Trauer über Verlorenes. Das, was Sie neu gewinnen, wird Sie sicher entlohnen!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen alles Gute und hoffe, dieser kleine Kurs hat Ihnen gefallen.

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